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Afrika-Projekt im "Haus KomBiLe"

Das Bildungshaus in Magenbuch spendet 2700,- € für Bildung und Ernährung in ländlichen Regionen in Afrika

     
Zu einem sehr umfassenden Afrika-Projekt, das sich über 3 Monate erstreckte, haben sich die Pädogogen im Februar entschieden. Bald verwandelten sich die 50 Kinder im Haus KomBiLe zum Stamm der "Kom-Massai-BiLe" und lebten ihr Afrika im Bildungshaus und in den Familien zu Hause.

Mit diesem Stamm zog eine bunte afrikanische Kultur im Bildungshaus Magenbuch ein.

Nach und nach wurde dadurch eine realere Vorstellung über den fremden Kontinent entwickelt: über das Leben in der Wüste, in der Savanne und im Regenwald. Die Schüler haben dazu große topografische Relief-Karten in Gruppenarbeit erstellt und sich geografisches Wissen angeeignet.

Großes Interesse galt der exotischen Tierwelt und ihrer besonderen Anpassung an den Lebensraum. Dazu wurden in ganzheitlich angelegten Lernsequenzen große Wandbilder und eine Raumdekoration im Kindergarten erstellt, Tiermasken gestaltet, Tierstimmen und Dschungelgeräusche entwickelt.

Großen Raum im täglichen Miteinander nahm die afrikanische Musik ein. Afrikanische Lieder gehen ins Blut und tragen einen durch den Tag. Man singt und ist in Bewegung, im Tanz. Man trommelt dazu, auf Tischen, auf dem Boden und natürlich auf afrikanischen Djemben bis die Hände schmerzen.

 
  Durch Bilder, Filme, Reime und Geschichten bekamen die KomBiLe-Kinder einen immer tieferen Einblick über das afrikanische Leben auf dem Land. In einer mehrtägigen Werkstatt war in altersgemischten Gruppen handwerkliche und kreative Geschicklichkeit gefordert. Da wurde afrikanisch gekocht, Schalen getöpfert, gewoben und geknüpft, Trommeln und Schellenbänder angefertigt und getrommelt und getanzt, Löwenmasken hergestellt und sich über Löwen kundig gemacht, Muster mit eigens hergestellten Naturfarben entworfen und eine afrikanische Hütte aus Ästen und Stäben gebaut, in der 10 Kinder im Kreis sitzen können. Dabei lernten die Kleinen von den Großen und entwickelten viel Mut und Selbstvertrauen.

Im Sportangebot erprobten die Kinder in einem Geräteparcour dschungelmäßige Geschicklichkeit und Gewandtheit beim Balancieren, Klettern, Hangeln und Halten. In Bewegungstheaterformen wurden szenisch Verhaltensweisen verschiedener Tiere bei der Jagd nach Beute nachempfunden. Im Deutschunterricht wurden Geschichten von Tieren in der Savanne ausgedacht und niedergeschrieben, die in der wöchentlichen Lesestunde den Kindergartenkindern vorgetragen wurden. Biologisches Wissen über Tiere wurde theatralisch in Szene gesetzt und den Eltern beim Frühlingsfest vorgespielt: das Leben der Geier, die Löwenjagd auf Zebras, das Herdenleben der Elefanten.

Viele dieser Aktivitäten mündeten im großen Theatergeschehen zum "Schmotzigen Donnerstag", an dem der Fanfarenzug Einhart, die Burrenweible Zunft und die Magenbucher Musikkapelle die KomBiLe-Bewohner alljährlich überrascht. Gut verkleidet strömten aus allen Räumlichkeiten afrikanische Tiere und dunkelhäutige Menschen in die Turnhalle zum großen Afrika-Fest mit Eltern und umliegenden Vereinen. Zur Überraschung wurden manche Vereinsmitglieder Akteure im Leben der "Kom-Massai-BiLe". Die starken Männer waren Wilderer und wollten die Tiere der Serengeti-Savanne erlegen. Die tapferen "Kom-Massai-Bile" stellten sich in den Weg und überlisteten die Wilderer, konnten sie fesseln und zu einem reumütigen Verhalten überzeugen. "Amani", der Frieden, wurde zwischen den Völkern vereinbart und danach ausgelassen gefeiert wie das eben "Schwäbische Narren" und wilde, afrikanische Massai tun.

Die "Kom-Massai-Bile" verweilten noch weitere Wochen im Bildungshaus Magenbuch. Man war intensiv beschäftigt die fremde afrikanische Kultur den schwäbischen Kindern nahezubringen.

 
  Große Begeisterung herrschte beim Besuch des Arztes Jite Erharhaghen aus Nigeria, der mit seinen Lebenserfahrungen und Erlebnissen vom afrikanischen Kontinent begeisterte und dem Kontinent ein Gesicht gab und dabei eine persönliche Beziehung herstellte.

Nachdem die 50 Kinder im Bildungshaus Magenbuch auch Bilder und Informationen über die Armut der Menschen erfahren haben, hat man sich entschieden, beim traditionellen Lauftag der Grundschule in Ostrach einen Spendenlauf zu organisieren. 10 Vorschüler und 17 Schüler aus der Klasse 1 / 2 warben Sponsoren in ihren Familien und Nachbarschaften für ein Hilfsprojekt "Bildung und Ernährung" in ländlichen Regionen Afrikas. Dabei erliefen sich die ausdauernden und hilfsbereiten KomBiLe-Kinder 2700,- €.

Dieses Afrika-Projekt hat in besonderem Maße Kreativität, Geschicklichkeit, Kunst, Musik, Gemeinschaft, Teamarbeit, Sprachförderung, Verantwortlichkeit, Ausdauer, Hilfsbereitschaft und Freude am Lernen und Spielen gefördert.

In der abschließenden Reflexion wurde sichtbar, die Neugierde für Afrika wurde geweckt, eine Brücke in diese fremde Kultur gebaut und somit das Ziel "Amani" (Frieden) und Freude mit Afrika erreicht.



KomBiLe-Team

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